«Eins. Zwei. Acht.
Die Ziffern des Zerfalls. In diesem Verhältnis verwesen alle Organismen, ob groß oder klein. An der Luft, im
Wasser, unter der Erde. Bei gleichen klimatischen Bedingungen wird eine Leiche im Wasser zweimal so lange
brauchen, um zu verwesen, wie eine an der Oberfläche. Unter der Erde wird es achtmal so lange dauern.
Eins, zwei, acht. Eine einfache Formel – und eine unveränderliche Wahrheit.
Je tiefer etwas vergraben ist, desto länger wird es überdauern. Vergräbt man eine Leiche, schützt man sie vor
den Insekten, die sich von verdorbenem Fleisch ernähren. Auch die Mikroorganismen, die normalerweise
das Gewebe zersetzen, können ohne Luft nicht existieren, und die kühlende Isolierung der dunklen Erde
verzögert das Einsetzen des Zerfalls. Jene biochemischen Reaktionen, die normalerweise die Zellen auflösen,
werden durch die niedrige Temperatur verlangsamt. Ein Prozess, der unter anderen Umständen nur Tage
oder Wochen braucht, kann Monate dauern. Sogar Jahre.
Manchmal noch länger.
Ohne Licht und Luft und Wärme kann eine Leiche für fast unbestimmte Zeit konserviert werden. Tief unter der
Erde, gleichgültig gegen die Wechsel der Jahreszeiten, überdauert sie.
Doch auch hier gelten die Regeln von Ursache und Wirkung. Genauso, wie in der Natur nichts vollständig zerstört
werden kann, kann nichts wirklich verlorengehen. Egal wie tief eine Leiche vergraben ist, es wird immer Hinweise
geben, die ihr Versteck verraten.
Eins. Zwei. Acht.
Nichts bleibt für immer verborgen.»
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